24. Feb
Uncut Raw 4 like this
Ich meine es wäre 2007 gewesen als meine Hände und Ohren durch einen glücklichen Zufall auf das Debüt Album des Duos Uncut Raw stießen. Bestehend aus Produzent Fluent und MC Selfish liefern Uncut Raw mit "First Toke" eine Platte, die ohne Zweifel großes Potential in sich trägt. Fluents skizzenhafte Beats und die Reimkünste des Herrn Selfish, der besonders durch seine angenehm unikale Stimme hervorsticht, bilden eine außergewöhnliche Einheit, welche über die gesamte Spieldauer durchhält und auch nicht an Kohärenz verliert.
Im Verlauf der LP nimmt sich Selfish ab und zu mal eine Verschnaufspause und überlässt Fluent das Zepter, der mit sehr entspannten Beat Zwischenspielen dem Album noch einmal einen sehr jazzigen Charakter gibt, wie zum Beispiel auf "Anothabeat". Auffallend ist auch, dass das Album in der Tat unglaublich raw ist. Das Duo konzentriert sich auf die Essenz des Hip Hop, das Staubige, Dreckige steht im Vordergrund, sowohl in den Lyrics als auch im Sound und errinert mich etwas an die Madvillainy LP.
Insgesamt ist First Toke ein wirklich gelungenes Album, welches einen unverkrampft und mit Witz in die Zeit der ersten Anfänge des Hip Hop zurückversetzt, aber nicht als billige Kopie, sondern mit einer eigenen Klangästhetik, die dusty und zugleich fresh ist, auf Dauer jedoch Überrachungsmomente missen lässt. Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen, dass das Album ein Self Release ist. Die beiden haben alles selber geregelt, kein Label Support und so weiter...schon alleine deshalb sollte man sich den Shit kaufen.

