Schon 1997 sendet Twen FM als Piratensender in Frankfurt, 1999 folgt dann der Umzug nach Berlin. Mehr als einmal werden die technischen Geräte beschlagnahmt, doch der Sender lässt sich nicht kleinkriegen. Schon früh experimentiert man mit neuen technischen Möglichkeiten und beginnt 2000 eine Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Berlin (OKB). Dort wird im Nachtprogramm ein Video-Live Stream aus dem Twen FM-Studio gesendet.
Auch was Radio und das Internet angeht, zeigt sich Twen FM als Vorreiter: 2004 führt er anlässlich des 21. Chaos Communication Congress’ als erster deutscher Radiosender das Podcasting ein (schreibt jedenfalls das deutsche Podcast-Wiki).
Dann wird es etwas ruhiger um den Sender. Erst im Mai 2010 ist Twen FM wieder regelmäßig zu hören, immer freitags, samstags und sonntags von 22:00–06:00 Uhr auf 88.4, das sich als nicht-kommerzielle Radioplattform versteht, die verschiedenen Radiogruppen die Möglichkeit gibt, ihre Inhalte zu senden. Auch die Zusammenarbeit mit dem OKB (jetzt ALEX) wird fortgesetzt, bei dem die DJs im Studio am Freitag und Samstag von 00:00–04:00 Uhr beobachtet werden können.
Twen FM selbst versteht sich vor allem als Live-Radio. Dem enstprechend stehen die DJ-Sets im Vordergrund, die „TV Clubnacht“ (Sa) und „Sonntagsclub“ (So) getauft sind, und dementsprechend gut tanzbar sind. Hier sind vor allem elektronische Sounds zu hören, während von 22:00–24:00 Uhr die „Streetbeats“ gesendet werden; hervorzuheben sind das „Finest Ego Radio“ mit den neuesten Tracks aus der Beatmakerszene, moderiert von Gordon (Project Mooncircle), und „Ecke Prenz“, bei dem V.Raeter und DJ Breaque schöne HipHopmixes spielen. Am Sonntag gibt es dann zum Wochenausklang – neben viel Musik – Einblicke in ganz andere Bereiche, etwa Literatur und Mode.
Ein Probehören ist vor allem wegen der erwähnten Streetbeats-Sendungen empfohlen; alle Sendungen dieses Jahres sind problemlos über das Programm hörbar.

